| Technisch |
Beseitigung von benutzerdefiniertem ABAP-CodeSAP ECC-Systeme enthalten jahrelang maßgeschneidertes ABAP. Vieles davon verwendet veraltete Funktionsmodule, direkten Tabellenzugriff oder veraltete APIs, die von S/4HANA nicht mehr unterstützt werden. Dies kann eine vollständige Codeanalyse und ein Refactoring vor dem Go-Live erfordern. |
Infrastruktur & HANA-DimensionierungSAP S/4HANA läuft ausschließlich auf der In-Memory-DB SAP HANA. Viele SAP ECC-Kunden arbeiten mit Oracle, DB2 oder MSSQL. Möglicherweise müssen Sie zusätzlich zur S/4-Konvertierung eine vollständige Datenbankmigration durchführen, wobei die Speichergröße sorgfältig bemessen werden muss, um die Leistung aufrechtzuerhalten. |
| Daten |
Datenqualität und -bereinigungMit der Zeit haben sich in Ihren SAP ECC-Daten Duplikate, verwaiste Datensätze und Inkonsistenzen angesammelt. Wenn Sie unsaubere Daten in das einheitliche ACDOCA-Journal von S/4HANA migrieren, kann dies vom ersten Tag an zu Abstimmungsfehlern und falschen Berichten führen. |
Änderung des Universal Journal-DatenmodellsSAP S/4HANA fasst FI und CO in einer einzigen ACDOCA-Tabelle zusammen, während SAP ECC über separate Tabellen (BKPF, BSEG, COEP) verfügt. Benutzerdefinierte Berichte und Extraktoren, die auf SAP ECC-Tabellenstrukturen aufgebaut sind, gehen komplett kaputt und müssen bei der Migration neu erstellt werden. |
| Die Menschen |
Talent- und QualifikationsdefizitDie Nachfrage nach SAP S/4HANA-Beratern übersteigt das Angebot bei weitem, insbesondere bei Kenntnissen in ACDOCA, Embedded BW und ABAP on HANA. Interne Teams, die SAP ECC beherrschen, müssen umgeschult werden, und die Kosten für externe Ressourcen sind stark gestiegen. |
Risiko des WissenstransfersLangjährige SAP ECC-Mitarbeiter verfügen über nicht dokumentiertes Konfigurationswissen. Wenn sie nicht an der Migration beteiligt sind, kann wichtige Geschäftslogik in der Konfiguration und im Code verloren gehen oder missverstanden werden. |
| Prozess |
Testumfang & RegressionDas Testen des umfangreichen Funktionsumfangs von SAP ECC bedeutet, dass Sie in einem neuen System Tausende von Testfällen erstellen müssen. Oft fehlen automatisierte Testwerkzeuge oder sind veraltet, was den Zeitplan zusätzlich belastet. |
Cutover- und Go-Live-RisikoDas Umstellungsfenster beträgt in der Regel 48-72 Stunden. In dieser Zeit muss das Team alle Datenübertragungen, Systemprüfungen und Sicherheitstests abschließen. Wenn irgendwelche Schritte versäumt werden, kann das neue System nicht rechtzeitig in Betrieb genommen werden oder es könnten ernsthafte technische Probleme auftreten, sobald es in Betrieb ist. |
| Integration |
Unterbrechung der BW/BI-BerichterstattungSAP ECC-basierte BW-Extraktoren sind auf bestimmte Tabellenstrukturen angewiesen, die sich in SAP S/4HANA ändern. Alle BW DataSources müssen überprüft und viele ersetzt werden, was die Kontinuität der Berichterstattung während der Migration beeinträchtigt. |
Komplexität von Middleware und EDIDie Verwendung von SAP PI/PO oder anderen Systemen kann Änderungen bei der Datenzuordnung und beim Routing erfordern, wenn sich die APIs des neuen Systems ändern. Möglicherweise müssen Sie auch alle EDI-Handelspartner-Setups von Anfang bis Ende neu testen. |
| Kosten und Zeit |
Budgetüberschreitungen und versteckte KostenSAP-Migrationen überschreiten regelmäßig ihre geplanten Budgets um 20% bis 40%. Dies liegt vor allem daran, dass der Arbeitsaufwand für benutzerdefinierten Code, Datenmigration und Tests unterschätzt wird. |
Komplexität von Lizenzen und VerträgenSAP S/4HANA verwendet eine andere Lizenzierung. Die Migration kann eine Neuverhandlung Ihrer Verträge erfordern, insbesondere wenn Sie von traditionellen On-Premise-Modellen zu RISE mit SAP wechseln. Auch die kommerziellen Risiken im Zusammenhang mit indirekten und digitalen Zugriffslizenzen müssen berücksichtigt werden. |